Wenn Tiere was sagen wollen

Heute morgen kamen mir meine tierischen Begegnungen der letzten Tage in den Sinn. 

Zum Beispiel hatte ich darüber nachgedacht, inwieweit ich wieder  die Zeitqualität hier einbinden sollte. Sie ist ja nicht mehr “einzufangen”, zu viel ist in Bewegung. Astrologische Vorhersagen gibt zu zuhauf im Netz, dazu den Mayakalender, chinesisches Horoskop und was weiß ich an Durchsagen der geistigen Welt. Alle wollen Orientierung bieten, in einer viele verunsichernden Zeit. Das mag mal helfen, wenns grade passt, sind sie doch in der Regel positiv und mutmachend. Und doch auch wieder sehr abgehoben und oft genug auch garnicht zum eigenen Leben passend. Und schon garnicht sind sie eine absolute Wahrheit verkündend und somit auch wieder mit Vorsicht zu genießen.

So beschloss ich, mich zum einen auf die Mondin zu beschränken. Ich mag es, in Verbindung zu sein mit ihrem Werden, Sein und Vergehen, jeden Monat mit dieser Welle mitzugehen, ist sie doch zutiefst mit dem weiblichen Sein verbunden.

Sternzeichen sind mir vertraut, doch mag ich es nicht, wenn sie zu sehr eine heilige Wissenschaft werden. Als Archetypen der Seele sind sie wiederum interessant.

Witzigerweise unterstützten mein Nachdenken diese Häschen, bin ja Hase im chinesischen Horoskop. Was machen sie? Ein bisschen Anschmiegen an das Vertraute. Ein bisschen schnuppernd suchen, wo es lang geht. Und als ich die Hasen eines Morgens einfach frei draußen rumlaufen sah, dachte ich, ja genau darum geht es. Die Sternzeichen können doch einfach mal frei laufen, ohne einengendes Konzept, ohne Vorhersagen, ohne mich abhängig zu machen von einem Horoskop. Einfach, um mit den verschiedenen menschlichen Qualitäten des Seins mal ein wenig zu spielen. Wir tragen ja alle Aspekte in uns, mit unterschiedlicher Gewichtung und dürfen uns mit allen frei ausprobieren.

So ist jetzt jeden Monat der Hinweis auf die Mondin mit Daten von Neumond und Vollmond zu finden wie auch die jeweiligen Sternzeichen des Monats. Beide Themen werde ich sicherlich noch tiefer hier beleuchten.

Und dann hüpfte mir wieder ein Babyfröschchen entgegen. In einem Moment, in dem ich kopfschüttelnd über mich da saß, weil ich mich in einem Mechanismus ertappt hatte, den ich schon lange abgelegt zu haben meinte. Gerade war ich wieder dabei, mit mir ins Gericht zu gehen. Bis er kam.

Ich schaute ihn an und lachte. Ja, genau das ist es doch, warum ich hier diese andere Seite aufbaue. Das Unperfekte lieben zu lernen. 

Wir wissen es doch, alles wird uns im Leben immer wieder  begegnen, bis wir das gelernt haben, was wir wissen müssen. 

Und selbst wenn wir glauben, “fertig” mit etwas zu sein, werden wir gerne eines Besseren belehrt;).

Zuguterletzt mein Hundchen, den ich beobachtete, wie er mit der Begegnung von Unbekanntem umgeht. Da wird erstmal angebellt, sich langsam angenähert, umkreist, beschnuppert, in diesem Fall sich dann ausgiebig genüsslich am Baumstamm gerieben. Bis alles so erforscht war, dass es nicht mehr bedrohlich war, aber auch nicht mehr interessant und er sich anderem zuwandte. Ich glaube, wir Menschen machen das im Grunde genauso. Manche bleiben allerdings beim Anbellen, manche beim Erforschen, manche beim Genießen, manche haben Lust auf Neues. Oder machen wie mein Hundchen alles:)

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