Ohne Wertung sein

Da war er wieder, für einen magischen Moment, der Regenbogen, diesmal hat er sich einfach an eine Wand gemalt:)

Es ist, als setze er sich immer wieder einfach über alles hinweg.

Weil er selbst in sich alles vereint, das Licht und das Dunkel, die Sonne und den Regen, und in dieser Verbundenheit von allem leuchten seine Farben. 

Ich glaube, der größte Schmerz, den wir in uns tragen, ist das Gefühl des Abgeschnittenseins, obwohl uns anderes gezeigt wird.

Wo fängt die Wiederanbindung an? In der Jagd nach Liebe und Anerkennung im außen? 

In Anklagen gegen andere, die schuld an unserem Gefühl sind?

Was, wenn diese tiefe Botschaft des Regenbogens gefühlt und verstanden wird?

Nicht seziert, nicht bezweifelt, einfach nur wahrnehmend, sich öffnend, im Herzen spürend…vielleicht fängt dann ein Verbundensein an, was schon immer war, wir dürfen uns nur fühlend dessen bewusst werden…

Ich glaube, ich lasse den Regenbogen einfach mal eine Weile stehen…die letzte Zeit hat im Grunde wirklich alles intensiv durchleben lassen…ich hab´s versucht, in Worte zu fassen…doch sie sind nur eins, es gibt andere schöpferische Ebenen, die auch mich gerade rufen…bin in Kürze eine Weile unterwegs, in den Skorpion-Neumond hinein…Stirb und Werde ruft er jetzt schon…wie passend…Möge wieder ein Stück mehr Bewusstsein daraus erwachsen, welches die jetzt kommende dunkle Jahreszeit willkommen heißt…genau darin wird sich zeigen, wie stark unser inneres Licht ist…es erkennt sich im Dunkel…der Regenbogen weiß es schon lange:)…

Noch kurz, bevor ich fahre, da ich bewusst in dieser Zeit nichts schreiben werde. Es ist sehr viel los im Feld, auch immer mehr, die sich zeigen, was wunderbar ist. Über das Internet haben wir enorme Möglichkeiten, uns zu informieren. Die immer größer werdende Flut an Angeboten birgt jedoch auch Schattenseiten in sich.

Es gilt sehr wachsam zu sein, was erzeugt in mir das Gefühl, das und das noch machen zu müssen, es gibt auch eine Art spirituelle Jagd nach immer mehr, der innere Leidensdruck mag auch dazu verführen, den diversen Heilungsversprechen oder Lehren folgen zu müssen, von denen es wirklich endlos viele gibt.

Es ist gut, sich inspirieren zu lassen. Doch es ist ebenso wichtig, immer wieder zu der ganz eigenen Wahrheit zurückzukehren. Oft liegt die Antwort tief in uns. Je mehr ich mich im außen verliere, umso weniger lausche ich der eigenen inneren Stimme, den eigenen inneren Impulsen, die für jeden anders aussehen. Will ich nicht in neue Abhängigkeiten geraten, heißt es auch hier sehr ehrlich hinzuspüren, was erzeugt etwas in mir? 

Berührung ist schön. Wir Menschen können uns im Austausch immer wieder neu erkennen, je ehrlicher dies geschieht, umso bereichernder. Gleiches gilt für die Berührung von sich selbst. Ganz alleine, im eigenen Raum. Ich glaube mehr denn je braucht es Beides, um sich nicht von den immensen äußeren Impulsen und Einflüssen wegspülen zu lassen, sondern sie jederzeit auch hinterfragen zu können, passt das wirklich zu mir? Was erzeugt es in mir? Ist das wirklich wahr, für mich? Macht es mich größer oder kleiner? Und einfach mal eine Weile mit sich zu sein, schweigen, nachspüren, in der Stille empfangen, was sich zeigen möchte, neue Formen spielerisch und wertfrei auszuprobieren, die ganz aus einem selbst kommen, denn jeder trägt seinen eigenen Schatz in sich:)…

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